- Galton Gate → “Olifantsrus Campsite” | 64 km
- “Olifantsrus Campsite” → Okaukuejo | 126 km
- Okaukuejo → “Namutoni Camp” | 134 km
- Namutoni Camp → “Urbancamp” Windhoek | 540 km
Am „Galton Gate“, dem westlichen Eingang zum Etosha Nationalpark angekommen, mussten wir uns zuerst einmal registrieren. Für 1050 namibische Dollar bekamen wir dort die dreitägige Permit für den Park. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, machten wir uns auf in Richtung des „Olifantsrus Camps“, unserem ersten Campingplatz im Etosha Nationalpark.
Wir wussten zu Beginn unserer Fahrt durch den Park noch nicht wirklich, was uns erwarten würde. Bereits auf den ersten Kilometern begegneten uns aber bereits einige Zebras, Oryxantilopen und Springböcke. Nachdem wir diese eine Weile lang von der Straße aus beobachteten, fuhren wir entlang der Schotterpiste weiter zum „Okahao“ Wasserloch welches auf dem Weg ins Camp lag.
Bereits bei der Ankunft am Wasserloch sahen wir eine kleine Zebraherde und in weiter Ferne einige Giraffen. Zu unserem Glück war die Giraffenherde gerade auf dem Weg zu unserem Wasserloch und einige Minuten später konnten wir der kompletten Herde aus nächster Nähe beim Trinken zuschauen. Da wir nicht mit so vielen Tieren gerechnet hatten, waren wir natürlich begeistert und fuhren einige Zeit später weiter in Richtung des Camps.
Im „Olifantsrus Camp“ angekommen, konnten wir uns einen der noch freien Stellplätze aussuchen. Da es im Camp jedoch nur insgesamt 10 Stellplätze gibt, war die Auswahl nicht sehr groß und die Wahl fiel relativ leicht. Durch die überschaubare Größe herrschte hier auch eine sehr gemütliche Atmosphäre. Nach kurzer Überlegung noch mal in den Park raus zu fahren, entschieden wir uns dagegen und kochten erst einmal Abendessen.
Pünktlich zum Sonnenuntergang ging es dann gegen 18:15 Uhr zum „Olifantsrus“ Wasserloch. Das Wasserloch ist eines der schönsten Wasserlöcher im Etosha Park. Über eine lange Brücke kommt man vom Camp aus zu Fuß in das zweistöckige Gebäude am Wasserloch. Im unteren Bereich steht man nur durch eine große Glasscheibe getrennt direkt vor dem Wasserloch. Der obere Bereich ist offen und man kann das Wasserloch von oben und die weitere Umgebung besser beobachten.
Wir wussten von der Parkrangerin, dass am Vortag gegen 20 Uhr bereits Nashörner zum Trinken ans Wasserloch gekommen sind. Nach einem kurzen Sundowner am Campingplatz gingen wir also noch mal gegen 20 Uhr zurück zum Wasserloch. Wie bestellt standen dort zu unserer Freude bereits zwei Nashörner. Natürlich gingen wir so schnell und so leise wie möglich in den unteren Teil des Beobachtungsstandes, wo wir in 2-3 Meter Entfernung direkt neben den Nashörnern stehen konnten.
Am nächsten Morgen fuhren wir direkt mit der Öffnung des Tores aus dem Camp, um so früh wie möglich am ersten Wasserloch anzukommen. Zu unserem Pech war das Wasserloch jedoch komplett verlassen und weit und breit kein Tier zu sehen. Enttäuscht fuhren wir also wieder zurück in Richtung des Camps. Plötzlich tauchte wie aus dem Nichts ein Rudel Löwen am Straßenrand auf. Da hatte sich das frühe Aufstehen dann doch gelohnt.
Nachdem wir uns an den Löwen sattgesehen hatten, ging es weiter in Richtung Osten zum „Okaukuejo Camp“ im mittleren Teil des Etosha Parks. Auf der 126 km langen Strecke gab es noch viele Wasserlöcher, an denen wir noch etliche Zebras, Giraffen, Nashörner, Springböcke, Strauße und Oryxantilopen beobachten konnten.
Das Camp selbst ist eher zweckmäßig als schön, dafür aber strategisch sehr praktisch gelegen. Es gibt sehr viele Stellplätze, die an die typisch deutschen Camping Parzellen erinnern mit sehr wenig Schatten. Die geteilten Waschräume sind leider auch schon etwas in die Jahre gekommen, aber immerhin hat jeder Platz Strom und einen Grillplatz. Was tatsächlich schön war, was das nachts beleuchtete Wasserloch. Den ganzen Nachmittag kamen regelmäßig große Tierherden vorbei und bei Nacht sogar ein paar Nashörner.
Unsere letzte Übernachtung führte uns schließlich ins „Namutoni Camp“ im östlichen Teil des Etosha Nationalparks. Auf dem Weg dorthin hatten wir das Glück, endlich eine Elefantenherde zu sehen.
Außerdem kreuzten direkt vor dem „Koinachas“ Wasserloch zwei Giraffen die Straße, also folgten wir ihnen und wurden mit einer großen Giraffenherde belohnt.
Das Camp und der Campingplatz waren eigentlich ganz schön, nur leider hatten wir hier am Wasserloch nicht so viel Glück. Saubere Waschräume, große grüne Plätze mit viel Schatten und Grillplatz. Einfach alles etwas weniger eingepfercht und netter.
Am nächsten Morgen wollten wir noch mal ganz in den Nordosten des Parks und auf dem Rückweg um die „Fishers Pan“ fahren, doch tiermäßig war nicht so viel los, aber die Landschaft dafür sehr schön. Auf dem Rückweg hatte Benni noch eine Überraschungsbegegnung mit einem Löwen am Straßenrand.
Zurück am „Namutoni Camp“, versuchten wir unser Glück noch einmal am „Koinachas“ Wasserloch, welches uns am Vortag so gut gefallen hatte und siehe da, im Schatten der Büsche lagen drei Löwen. Jackpot.
Dann machten wir uns wieder auf die lange Fahrt zurück nach Windhoek. 540 km knapp sieben Stunden Fahrt. Das war bisher die anstrengendste Strecke. Ein kurzer Stop im SuperSpar von Windhoek und war kamen abends wieder in dem uns bekannten Urban Camp an und konnten wieder ein leckeres Abendessen vor Ort genießen.
An besten hat uns persönlich der Westen des Parks gefallen. Da waren weniger Autos unterwegs, man hat viel mehr Tiere gesehen und das Camp war klein und gemütlich.
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Wow, das Video strahlt so viel Ruhe aus🤩 Ich war hinterher sooo entspannt und habe mich riesig gefreut, dass ihr so viele Tiere gesehen habt.🦁🦒🐘🦬🦏🦓
🙈 aber die eine Giraffe hättet ihr wirklich nicht erschrecken müssen 🦒
Liebe Grüße aus der Heimat😘✨