Nach einer extrem regnerischen Nacht in Aguas Calientes war es dann endlich so weit. Unsere Tickets für Machu Picchu erlaubten uns den Einlass zwischen 10 Uhr – 11 Uhr. Nach einem kurzen Frühstück reihten wir uns also in die Schlange für den Bus in Richtung Machu Picchu ein. Die Wartezeit bis zur Abfahrt in der Busschlange konnten wir zum Glück mit dem Abwehren von penetranten Tourguides totschlagen. Nachdem wir also mehrfach die möglichen Gehwege erklärt und auch das günstigste Angebot aller Zeiten abgelehnt hatten, ging es über Serpentinen im Bus in ca. 25 Minuten hoch zum Eingang von Machu Picchu.
Oben angekommen haben wir uns dann doch für ca. 55$ einen privaten Guide gesucht und sind bei klarer Sicht und Sonnenschein in den „Circuit 2“ gestartet, welcher die längste der Touren darstellt und alle archäologischen Bereiche beinhaltet.
Was unserem Guide auf der Tour vielleicht an manchen Stellen an Redseligkeit fehlte, hat er durch seine Qualitäten als Fotograf wieder wett gemacht. Konsequent wurde der komplette Besucherstrom von ihm aufgehalten und keiner durfte weiter, bis wir nicht in jeglicher Pose ein Foto hatten. Von vorne, von hinten, mit den Armen unten und oben, das ganze jeweils im Stehen und Sitzen und am besten alles noch mal zu zweit und jeweils einzeln, bis es peinlich wurde (und das ungefähr alle 100m im oberen Bereich der Tour).
2 Stunden und ca. 300 Fotos später verließen wir also wieder total beeindruckt und mit dem Gefühl, den Hass aller anderen Besucher auf uns gezogen zu haben, die weltberühmte Inkastätte und machten uns auf den Weg zurück in Richtung Cusco.
Da wir viel zu früh wieder zurück in Aguas Calientes waren, haben wir unseren Zug nach Ollantaytambo kurzerhand umgebucht und die Wartezeit bis zur Abfahrt mit ein paar Empanadas auf dem Plaza de Armas verbracht.
Die anschließende Rückfahrt im Bus von Ollantaytambo nach Cusco begann eigentlich ganz entspannt. Als sich aber 20 Minuten nach Abfahrt ein beißender Uringeruch im ganzen Bus ausbreitete, war es dann doch schnell vorbei mit der entspannten Busfahrt. Als dann nach 40 Minuten auch noch ein heftiger Sturm aufzog, welcher dem Busfahrer jegliche Sicht nahm, ging es also noch ca. 2 Stunden im Blindflug mit 70 Sachen in einem fahrenden Dixiklo zurück in Richtung Cusco.
There are 5 comments
Dem Guide hat sicher Katharinas Zopfgummi gefallen🤩
Katha das muss dich durch die Reise begleiten🙌🏼
Gut, dass die Fahrer auch Schlechtwetter erfahren sind. Beim nächsten Mal sollte er vielleicht eine Pinkelpause einlegen.
Weiterhin eine sichere Reise 🧳
Ich freue mich auf den nächsten Bericht 😍
Hallo ihr 2, hattet ihr nicht beim Machu Picchu Besuch das Gefühl, dass euch immer jemand über die Schulter schaut. Oder war es doch Einbildung?
Meinst du den übermotivierten Guide/Fotograf oder die wartende Meute Touristen? 😉
Also 1988 war es dort noch nicht so überlaufen.
Es war wohl der Geist der Inkas, der einem solches Gefühl vermittelte; mehrere Leute empfanden so….
Super! Schön geschrieben.
Fahrendes Dixiklo ist eine sehr eingängliche Metapher 🙂
Weiterhin viel Spaß euch zwei.
Euer treuer Leser,
Tim