Durch den Jetlag und die Höhe, waren die letzten Tage ja etwas langsamer bei uns. Darum hatten wir bis zum 01.01 zwar Machu Picchu Tickets gekauft, jedoch noch keine Bus oder Zugvervindung gebucht. Ungünstigererweise war es nicht nur Sonntag, sondern auch Feiertag, somit war es etwas kompliziert eine einigermaßen passable Tour zu finden.
Diverse WhatsApp-Calls später, stand der Plan. Wir fuhren am nächsten Tag mit einer Tourgruppe mit und besichtigten das Valle Sagrado inkl. der Inkastätte in Ollantaytambo und stiegen dann dort in den Zug nach Aguas Calientes. Da die Dame bei PeruRail, nach unserem City Tour Guide am Morgen, schon die Zweite war, die uns wegen der angekündigten Proteste geraten hat direkt nach dem Machu Picchu Besuch nach Cusco zurück zufahren, haben wir unsere Pläne entsprechend angepasst.
Der erste Halt unserer Tour in Richtung Ollantaytambo war Chinchero, die Sommerresidenz des Inka Königs Tupac Yupanqui. Unser peruanischer Guide Jonathan, war ganz nach unserem Geschmack. Abgesehen von der Fähigkeit simultan in zwei Sprachen zu sprechen, hat er die wichtigsten Infos kurz und prägnant zusammengefasst, uns Zeit für ein paar Fotos gegeben und hat anschließend die Gruppe direkt weiter zum nächsten Punkt getrieben („Vamos Pumas!“). Von solch einem beeindruckenden Zeitmanagement war vor allem Katha sehr angetan. Keine Sekunde wurde hier vergeudet. Und das in Südamerika.
Nach einem kurzem Zwischenstopp auf einem Touristenmarkt für Alpakawolle, ging es dann direkt weiter zu den Salzminen von Maras.

In Maras gibt es ca. 5000 schön rechteckige Salzpools in denen mit dem salzhaltigen Quellwasser durch Verdunstung Salz hergestellt wird. Hauptsächlich wird das Salz in der Trockenzeit hergestellt. Da wir aber während der Regenzeit dort waren, wurde nicht viel Salz gewonnen da das Regenwasser die Qualität vermindert. Nach einer kurzen Foto Pause, einem Salz- und Salz-Schoko-Tasting ging es mit einem kurzen Mittagessen in Urubamba weiter nach Ollantaytambo.
Die Ruinen von Ollantaytambo sind direkt neben der gleichnamigen Stadt in den Berg eingebettet und hatten angeblich ein militärischen, landwirtschaftlichen und religiösen Zweck. Dummerweise kamen die spanischen Eroberer und stoppten den Bau bevor die Stätte fertig gestellt war. Nachdem wir viele Stufen im Zuge der Besichtigung hoch geklettert waren, hatten wir einen tollen Ausblick über das Tal und die Ruinen.
Nach der Führung haben wir uns von der Gruppe getrennt und sind noch etwas durchs Dörfchen geschlendert bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof gemacht haben. Von dort ging es mit dem PeruRail Vistadome nach Aguas Calientes.
Nach einer sehr teuren, aber schönen 90 minütigen Fahrt kamen wir schließlich an. Dort wurden wir von unserem Rezeptionist und Mädchen für alles „Jo“, in Empfang genommen und durch viele kleine verwinkelte Gässchen und lebensgefährlichen Treppen zum Hotel gebracht. Netterweise hatte er uns empfohlen die Bus Tickets zum Machu Picchu schon am Vortag zu kaufen was wir dann auch getan haben. Man merkt, dass Aguas Calientes komplett auf den Tourismus ausgelegt ist und ohne den Machu Picchu in der Größe gar nicht existieren würde.
There is 1 comment
Vielen Dank für die ausführlichen Berichte. Es macht großen Spaß sie zu lesen, auch Danke für die tollen Fotos.
Schön, dass ihr mich an eurer Reise teilhaben lässt 😘
Ich freu mich schon auf den nächsten Bericht 🙌🏼✨💫