Cusco

Endlich, der erste richtige Tag in Peru, aber so ganz reibungslos ist er dann doch nicht vorbei gegangen. Fangen wir mal am Anfang an.

Der Morgen hat eigentlich ganz gut gestartet, das Holiday Inn am Flughafen war super, der Shuttle hat geklappt und das beste, das Hotel bewahrt unser Kite Gepäck auf bis wir aus den Bergen zurück kommen. Wir werden dann bei unserer Rückkehr nach Lima sehen ob das eine gute Idee war… Auch die Abfertigung am Flughafen war kein Problem, einziger Unterschied, wegen der Unruhen lassen sie nur Leute mit Boarding Pass in den Flughafen, aber das hat uns nicht gestört.

Jetzt kommt der spaßige Teil… alle Passagiere hatten sich schon aufgestellt und das Boarding sollte jeden Moment starten, da haben sie plötzlich die Gates geändert. Also kurze Verwirrung und alle sind zum neuen Abfluggate gelaufen. Dort hatten aber die Passagiere kein Info erhalten, also herrschte erstmal Chaos bis jeder an seinem Gate war. Als es dann gepasst hat wurden wir per Handy geboardet und wir durften weiter. 20 min warten im Finger, 60min im Flugzeug warten, da die Fluglotsen gestreikt haben und wir durften los. So schlimm war es dann ja auch nicht, wir haben ja schließlich Zeit 🙂

In Cusco angekommen, ist als erstes die komplette Stille und Leere vor dem Flughafen, sowie die Militärpräsenz aufgefallen. Durch die Unruhen und Streiks ist der komplette Flughafenbereich gesperrt und man konnte auch kein offizielles Flughafentaxi bestellen was ja überall empfohlen wird. Ein netter Polizist hat dann auf Nachfrage gesagt wir sollen einfach zur Straße gehen und da eins nehmen, das sei sicher. Haben wir dann ja auch gemacht, was blieb uns anderes übrig und sind dann dem ersten uns hinterher rennenden Taxi Fahrer gefolgt. Die Erleichterung war dann doch groß als er uns zu einem neuen, modernen Taxi gebracht und sicher zum Hotel gefahren hat. Auffallend bei Cusco finden wir, dass außerhalb der Altstadt hier scheinbar kaum jemand sein Haus streicht, somit ist die Stadt ein im Tal und auf den Hügeln eingebettetes Backsteinmeer. Hat aber auch seinen Charme.

Schnell einchecken und hungrig wie wie waren sind wir dann direkt im KusyKay essen gegangen. Natürlich gab es Ceviche mit frischer Forelle aus dem benachbarten Urubamba Fluss, gefolgt von einem Alpaca Burger, was beides richtig lecker war. Dazu gab es eine Chicha Morada und einen Pisco Sour. Lecker lecker 🙂 Scheinbar haben wir die Köchin so oft gelobt, dass sie uns dann noch ein kleinen Desert Gruß aus der Küche geschickt hat.

Dummerweise hat uns der Pisco zusammen mit dem Höhenunterschied 0m Lima auf 3200m Cusco den Rest gegeben und wir haben die Höhe doch gut gemerkt. Dadurch sind wir dann etwas verstrahlt durch Cusco geschlendert und haben uns schließlich für ein Nickerchen entschieden.

Am zweiten Tag ging es dann gleich morgens in aller Frühe nach dem Frühstück zu der Ruine der Inka-Festung Sacsayhuamán. Die Straßen waren auf dem Weg dorthin aufgrund der Silvesterfeierlichkeiten am Vorabend wie leergefegt und wir hatten schon die Befürchtung, dass die Ruine geschlossen hat. Zu unserem Glück war die Inkastätte jedoch geöffnet und wir wurden von einer Herde Alpakas freudig begrüßt.

Nach einer ausgiebigen Erkundung sind wir wieder zurück zum Plaza de Armas gelaufen um an einer Free Walking Tour teilzunehmen. Der Guide war ein begeisterter Inka Anhänger und wurde nicht müde zu betonen, dass die Mauern die die Spanier haben stehen lassen, bisher alle Erdbeben überstanden haben im Gegensatz zu den von den Spaniern erbauten Gebäuden. Die Inkas hatten aber tatsächlich eine beeindruckende Bauweise, jeder Stein, zum Teil Meterhoch wurde passgenau an den benachbarten Stein eingepasst. Diese perfekten Fugen, lassen sicherlich das ein oder andere akkurat liebende Herz höher schlagen. Cusco als Inka – Haupstadt und Nabel der damaligen Welt (15. Jahrhundert) hat das komplette Reich verbunden von Südkolumbien bis Santiago de Chile. Aber falls euch die Geschichte interessiert, ist es vermutlich schlauer wenn ihr die Details einfach googelt.

Nach insgesamt 5h durch die Ruinen und Stadt laufen haben wir die Höhe gemerkt und wir haben uns erst mal wieder hin gelegt um die Kopfschmerzen los zu werden.

Den Nachmittag haben wir dann damit verbracht die nächstdem beiden Tage in Aguas Calientes/Machu Picchu zu planen. Aber mehr dazu im nächsten Post 🙂

Katha

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