Malapascua – eine kleine Insel nördlich von Cebu mit einer Anreise, die es in sich hatte. Nachdem wir bereits zwei Stunden im Shuttle von Mindoro nach San José gefahren sind und von dort eine Stunde nach Manila flogen, ging es weiter mit der langen Anreise. In Manila angekommen durften wir erst mal mit dem Taxi das Terminal wechseln. Einchecken, warten und dann sind wir noch einmal knapp zwei Stunden von Manila nach Cebu geflogen. Dort wurden wir bereits von unserem nächsten Fahrer erwartet. Nach weiteren rasanten dreieinhalb Stunden Fahrt durch kleinste philippinische Dörfer kamen wir in Mayaport an. Punktlandung, die Sonne ging schon unter und bei Dunkelheit würde die Fähre nicht mehr fahren. Man sagte uns, das Boot würde in zehn Minuten anlegen. Genau in diesem Moment fing es aber an, übelst zu regnen und zu gewittern. Wir befürchteten schon die Nacht am Hafen verbringen zu müssen, aber dann zog es nach 20 Minuten wieder auf und wir konnten unsere Reise fortsetzen. Da wir die Anreise ab Cebu über unser Hotel gebucht hatten, gab es nicht nur einen privaten Fahrer, sondern auch eine Fähre nur für uns. Während das öffentliche Boot noch beladen wurde, fuhren wir also dem Sonnenuntergang entgegen, über sehr hohe Wellen, die 30 Minuten nach Malapascua. Nach 13 Stunden Anreise hatten wir es dann auch endlich geschafft.
Bei unserer Ankunft wurden wir bereits mit einem eisgekühlten Kalamansi Willkommensdrink erwartet und nach einem kurzen Check-in auf unser klimatisiertes Zimmer gebracht. Nachdem wir die letzten Wochen bei 30 Grad und einem kleinen Ventilator geschlafen haben, war es eine Wohltat, mal wieder unter eine richtige Decke zu kriechen. Wir haben lange nicht mehr so gut geschlafen.
Das Hotel mit zugehöriger Tauchbasis liegt direkt am Strand und so konnten wir ein leckeres Frühstück mit Blick aufs Meer genießen. Den Tag selber haben wir hauptsächlich mit der weiteren Reiseplanung verbracht. Aber am nächsten Tag sollte es endlich mit dem Tauchen losgehen. Malapascua stand schon lange auf Kathas Bucketlist, da man dort mit Fuchsschwanzhaien tauchen kann. Malapascua ist angeblich der einzige Ort der Welt, an dem man regelmäßig Fuchsschwanzhaie antrifft. Normalerweise leben diese auf 500m Tiefe und kommen nur um sich putzen zu lassen nach oben. Und genau so eine Putzerfischstation war hier.
Pünktlich um 5:30 Uhr ging es aufs Boot und 40 Minuten später waren wir am Spot „Kimud Shoal“. In den letzten zwei Jahren sind die Haie nämlich umgezogen und statt an einer Drop-off Kante knien zu müssen, bietet dieser Spot ein Riff, über das man tauchen kann. Wir hatten Glück und hatten mit Rex unseren privaten Tauchguide. Schon beim Abtauchen zog der erste Hai unter uns seine Kreise. Ein faszinierender Anblick. Nach knapp 50 Minuten und vielen Fuchsschwanzhaien später tauchten wir zufrieden auf. Da die Fuchsschwanzhaie ein Highlight waren, fanden die nächsten beiden Tauchgänge wieder hier statt und wir wurden nicht enttäuscht. Fuchsschwanzhaie, Oktopus, Sepia, Fischschulen, es gab einiges zu sehen. Wegen der Beliebtheit des Spots, war auch einiges los. Außer uns waren sicher noch zehn weitere Boote mit teilweise 20 Tauchern pro Boot vor Ort. Aber glücklicherweise bietet „SeaExplorer“, anders als die meisten Tauchschulen, drei Tauchgänge an, so waren wir beim dritten Tauchgang mit nur einer Handvoll anderen Tauchern unter Wasser und konnten in Ruhe die Haie beobachten die zum Teil fünf Minuten lang direkt vor uns ihre Kreise zogen.
Viele kommen nur wegen der Fuchsschwanzhaie her, aber Malapascua hatte noch weitere tolle Tauchspots zu bieten. Nur 45 Minuten mit dem Boot entfernt befand sich „Gato Island“. Gato ist berühmt für seine Korallenwand, Macroleben, Riffhaie und einen 100m langen Tunnel, durch den man quer unter der Insel durch tauchen kann. Um 5:30 Uhr ging es wieder los. Anders als alle anderen wollte unser Guide nicht mit dem Tunnel anfangen, sondern mit der „South Wall“. Da wir zu dem Zeitpunkt das einzige Boot waren, meinte er, hätten wir so eine bessere Chance die schlafenden Haie zu sehen, bevor die anderen Taucher sie verscheucht haben. So sahen wir mehrere Riffhaie und tauchten an einer unglaublich pinken Korallenwand entlang. Überall gab es was zu sehen. Verschiedenste Fische, viel Macroleben und wunderschöne Korallen.
Der zweite Tauchgang war dann an der Westseite und auch dort gab es viel zu sehen. Anglerfische, die aussahen wie eine rote Koralle, eine elektrische Muschel, die mit ihren Blitzen Discofeeling verströmt hat und vieles mehr.
Beim letzten Tauchgang ging es dann durch den berühmten Tunnel. Der war erstaunlich breit und zu sehen gab es nicht so viel. Als wir dann wieder rauskamen, gab es aber wieder viel Macroleben zu bestaunen.
Am vierten Tag haben wir uns für den Hausrifftauchgang entschieden, weil dieser erst nachmittags stattfand. Auch hier gab es einiges zu sehen (Mandarin Fish, Devil Snail, etc.). Diesmal sind wir nur auf maximal 14 m getaucht und so dauerte der Tauchgang knapp 80 Minuten.
Am nächsten Morgen fuhren wir wieder mit dem Boot nach Maya Port, drei Stunden mit dem Auto zum Flughafen und von Cebu flogen wir wieder zwei Stunden zurück nach Manila. Unser nächstes Ziel versprach aufregend zu werden.
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Wow, faszinierende Bilder und Video 🤩 da hat sich die lange Anreise gelohnt 🙌🏼💫✨
Grüße aus der Heimat 😘